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 "İnsanların barışları da savaşları da birer hayalden doğmaktadır. Öğünmeleri de, utanmaları da birer hayale dayanmaktadır".
 

"Etrafında insan yüzlü bir çok şeytan vardır. Bu sebeple her ele el vermek, bağlanmak,intisab etmek uygun değildir".


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Zukunft der Arbeit – Migration und Arbeit Drucken E-Mail
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Montag, 5. Juli 2010

Ein Gastbeitrag von:

Günther Dichatschek

Im Fokus des 5. Forums „Zukunft der Arbeit“ standen am 1. Juli 2010 junge MigrantInnen der zweiten und dritten Generation und die Diskussion, welche Rolle ArbeitnehmerInnen unterschiedlicher Herkunftsländer in Zukunft in der Gesellschaft spielen werden.

Die Ausgangslage war Überlegungen von Jean-Pierre Garson /OECD Paris, Integration habe eine große soziale und politische Dimension, die Arbeitsmarktintegration sei der Schüssel für das Einbinden der Migrantenkinder in unsere Gesellschaft.  Vom Gelingen dieses Vorhabens hänge ein großer Teil der Bemühungen ab. Mag. Johann Bezdeka, in Vertretung von Bundesministerin Dr. Maria Fekter, verstand integrationspolitische Initiativen nicht nur als Belange zur Bildung eines „Wir-Gefühls“, auch als Investition in die Zukunft der Arbeit und des Standorts Österreich. Der Schlüssel sind für ihn sind  die Integrationsindikatoren des „Nationalen Aktionsplans für Integration“ des Bundesministeriums für Inneres wie Sprachkenntnisse, Arbeit und Beruf, Gesundheit und Soziales, Rechtsstaat und Werte, interkultureller Dialog, Sport und Freizeit, Wohnen und regionale Dimension von Integration sowie Eigenverantwortung und Eigenleistung, verstanden als Querschnittsmaterie aller Ministerien, Bundesländer und Gemeinden sowie privater Organisationen. Für Frank Zelger/Zürich, Vizepräsident von Customer Care & Customer Operations bei Cable-Com erbringen Migration und Integration sprachliche und kulturelle Vielfalt für Gesellschaften und damit enorme Chancen für den Arbeitsmarkt. Der richtige Umgang kann zu ökonomischen Vorteilen und zur Sicherung von Beschäftigung  führen. Carita Vallinkoski/Wien, seit ihrem vierten Lebensjahr als Finnin in Wien, tätig in CCC Expansion Management, sieht in der Migration die Chance des gegenseitigen Lernens, Aufbauens und Gestaltens. Für sie steht Österreich für liberales Denken, Toleranz und kulturellem Miteinander. Für Mag. Markus Heingärtner/Wien-managementclub-Geschäftsführer kann sich Österreich schlicht nicht migrantische Jugendliche mit schlechten Bildungs-, Berufs- und Aufstiegschancen leisten.

 

Für den Autor dieses Beitrages fehlten zwei wesentliche Aspekte in der Diskussion. Einmal können nicht Leistungen von MigrantInnen für die Arbeits- und Berufswelt gefordert werden, wenn nicht im schulischen und außerschulischen Bildungsprozess Vorberufliche Bildung/Erziehung in einem effizienten Ausmaß durchgeführt werden kann. Dazu gehört, entsprechend der EU-Richtlinien, ein Unterricht in der allgemein bildenden Pflichtschule im Fach „Berufsorientierung“ als Fach mit Lehramtsausbildung, Bildungsberatung und Realbegegnungen in der Arbeits- und Berufswelt. Träger einer solchen Bildung/Erziehung sind nicht nur als pädagogisches Dreieck die Schule-Eltern-Betriebe, auch das Arbeitsmarktservice(AMS), die Berufsinformationszentren von AMS und WIFI und  die Erwachsenenbildungsinstitutionen als Träger allgemein bildender Erwachsenenbildung(Elternbildung) sowie Träger der Politischen Bildung/Erziehung. Mit dem Paradigmenwechsel Ende der neunziger Jahre ist „Berufsorientierung“ ein Teil politischer Bildung geworden, hat einen Bildungsauftrag gerade für MigrantInnen für diese Aspekte und politische Partizipation(Interkulturelle Kompetenz – Transkulturelles Lernen). Damit unterstützen zwei Bildungsbereiche – wenn sie effizient praktiziert werden – Bemühungen der Integration und Migration.

Zum anderen gibt es in der Aus- und Weiterbildung für Fachkräfte der verschiedensten Sparten der Arbeits-,  Berufs- und Wirtschaftswelt derzeit je zwei Universitätslehrgänge für die Bereiche der Migration und Politischen Bildung(mit Masterausbildung) sowie einen Lehrgang für Interkulturelles Konfliktmanagement.

 

Der Autor ist Lehrbeauftragter am Institut für Bildungswissenschaft der Universität Wien/Aus- und Weiterbildung/Vorberufliche Bildung und Erwachsenenbildner/wba-Diplom.

 

 

Letzte Aktualisierung ( Montag, 5. Juli 2010 )
 
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