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 "İnsanların barışları da savaşları da birer hayalden doğmaktadır. Öğünmeleri de, utanmaları da birer hayale dayanmaktadır".
 

"Etrafında insan yüzlü bir çok şeytan vardır. Bu sebeple her ele el vermek, bağlanmak,intisab etmek uygun değildir".


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DIE MITTE IN DER KRISE - Rechtsextreme Einstellungen in Deutschland 2010 Drucken E-Mail
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Mittwoch, 27. Oktober 2010

Rechtsextreme Einstellungen in Deutschland 2010

Eine bundesweite Repräsentativbefragung im Auftrag des Projekts "Auseinandersetzung mit dem Rechtsextremismus"  der SPD-nahen Friedrich-Ebert-Stiftung, unter der wissenschaftlichenLeitung von Dr. Oliver Decker und Prof. Dr. Elmar Brähler liefertaktuelle Zahlen zur Verbreitung rechtsextremer Einstellungenin der Mitte der Gesellschaft. Man darf daraus wohl auch Schlüsse für die österreichische Gesellschaft ziehen.


Die aktuelle Befragung schließt an die bisherigen Studien der Friedrich-Ebert-Stiftung "Vom Rand zur Mitte" (2006) und "Bewegung in der Mitte" (2008) an, die anhand von Fragebögen rechtsextreme Einstellungen in Deutschland ermittelten. Zudem finden sich darin Analysen zu Deprivation, Lebenszufriedenheit, zu Einstellungen gegenüber der Demokratie sowie zu ausgewählten politischen Einstellungen, darunter auch Islamfeindlichkeit. Die aktuelle Studie untersucht die Entwicklung rechtsextremer Einstellungen im Zeitverlauf der Jahre 2002-2010 und bettet die Analyse in den gesellschaftspolitischen Kontext der Finanz- und Wirtschaftskrise ein.

Exkurs Islamfeindlichkeit:

Die stark ausgeprägte Abwertungsbereitschaft der Deutschen gegenüber "Fremden" zeigt sich auch in den Zustimmungswerten zu islamfeindlichen Positionen. Der Aussage "Ich kann es gut verstehen, dass manchen Leuten Araber unangenehm sind" stimmen 55,4% der Deutschen zu. Der Aussage "Für Muslime in Deutschland sollte die Religionsausübung erheblich eingeschränkt werden" stimmen 58,4% (in Ostdeutschland sogar 75,7%) zu. Der moderne Rechtsextremismus zeigt sich hier mit einer kulturalistischen Begründung, die sich an die traditionellen biologistisch-rassistischen Begründungen anschließt.

Diese Entwicklungen stehen im Bezug zu den gesellschaftspolitischen Folgeerscheinungen der Finanz- und Wirtschaftskrise: Chauvinismus und Ausländerfeindlichkeit sind im Kern als Mechanismen der Selbstaufwertung und Fremdabwertung zu verstehen. Die eigene "Volksgemeinschaft" wird als Schicksalsgemeinschaft wahrgenommen, welche von den "Ausländer/innen" abzugrenzen ist, denn diese werden als Belastung für das "Gemeinwohl" angesehen. Ein wichtiger Faktor für die Zunahme an rechtsextremen Einstellungen stellt die Abstiegsbedrohung dar. Besonders wenn Teile der Mittelschicht befürchten, in die prekarisierte Unterschicht abzurutschen, nehmen rechtsextreme Einstellungen zu und verfestigen sich. Dies heißt aber nicht, dass solche Einstellungen nur in der Mittel- und Unterschicht zu finden sind. Erstaunlich bleibt allerdings, dass die meisten Deutschen - trotz Krise - ihre wirtschaftlichen Erwartungen durchaus noch positiv einschätzen.

Letzte Aktualisierung ( Mittwoch, 27. Oktober 2010 )
 
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