• Decrease font size
  • Reset font size to default
  • Increase font size

 "İnsanların barışları da savaşları da birer hayalden doğmaktadır. Öğünmeleri de, utanmaları da birer hayale dayanmaktadır".
 

"Etrafında insan yüzlü bir çok şeytan vardır. Bu sebeple her ele el vermek, bağlanmak,intisab etmek uygun değildir".


Wichtige Links

 

Statistics

Besucher: 2790372

Besucher

Login Form






Passwort vergessen?
Noch kein Benutzerkonto?
Registrieren
Home
Demokratie erlernen Drucken E-Mail
Benutzer Bewertung: / 3
SchlechtSehr Gut 
Dienstag, 7. Januar 2014
nbz.gifGastbeitrag von Günther Dichatschek

Demokratie erlernen – Aspekte und Probleme der Politischen Bildung

Die Teilnahme an einer demokratischen Gesellschaftsordnung muss erlernt werden. Wie kann man Jugend- liche und Erwachsene zur Mitwirkung an demokratischen Entscheidungsprozessen befähigen? Was braucht es, um ein demokratiepolitisches Bewusstsein zu stärken? Was bedeutet demokratiepolitische Bildung/ Politische Bildung angesichts der heutigen vielfältigen Medienlandschaft? Mit diesen und anderen Fragen beschäftigte sich am 20. Mai 2011 eine Enquete auf Einladung von Nationalratspräsidentin Mag. Barbara Prammer, des Dr. Karl Renner-Instituts und der Österreichischen Gesellschaft für Politikwissenschaft im Budgetsaal des Parlaments. Teilnehmer waren Interessierte aus den Bereichen Schule, Jugendarbeit und Erwachsenenbildung. 

Ohne das Erlernen und ohne das Leben von Demokratie bleibe Demokratie und Politische Bildung ein abstraktes Prinzip, sagte Barbara Prammer. Neben Vorbildern benötige es Mitbestimmung, Mitverantwortung und demokratische Auseinandersetzung mit Konfliktlösungsmodellen

Barbara Rosenberg(Universität Wien) richtete den Blick auf die Gesamtheit der Politischen Bildung, wobei es nicht nur um die Schule, vielmehr auch um das Angebot in der Erwachsenenbildung für jedes Lebensalter gehe. Als Impuls sah sie die Senkung des Wahlalters auf 16 Jahre, wobei der Projektcharakter wesentlich ist.

Kritisch setzte sich Peter Filzmaier(Donau-Universität Krems) mit der Thematik auseinander. Fünf Problembereiche wurden von ihm formuliert. Politische Bildung darf sich nicht in einer „akademischen Inzestdebatte“ erschöpfen, wobei die Gruppe der Zwanzig- bis Dreißigjährigen besonders anzusprechen sei. Politische Bildung hat sich der Realität der Medienlandschaft zu stellen. Realität sei zudem, dass Politik im Interesse der meisten Menschen weit unten auf der Liste aufscheine. Politische Bildung, verstanden nur als Politikkritik, laufe bei aller Wichtigkeit der Kritik Gefahr,  ein negatives Bild von Politik zu verstärken. Zuletzt laufe Politische Bildung Gefahr, oft mit internen Widersprüchen ihrer Tätigkeit zu kämpfen, wenn etwa ihr subjektiver politischer Standpunkt ihrem objektivem Anspruch im Wege stehe. Als Chancen sieht Peter Filzmaier die Senkung des Wahlalters, als Erweiterung  können alle sozialen Gruppierungen ohne Berührungsängste Initiativen entwickeln. Jugendliche können mit Sachthemen in ihrer Sprache angesprochen werden. Die Chance eines gesellschaftlichen Diskurses sei vermehrt gegeben.

Politische Bildung bedeutet die pädagogische und Wissensbasis zur Bildung einer  demokratischen Struktur und gesamtgesellschaftlichen Mitverantwortung, die sich neben der Schule, Jugendarbeit und Erwachsenenbildung in einem funktionierenden Rechtssystem und Parlamentarismus zeigt.                

Günther Dichatschek
Letzte Aktualisierung ( Mittwoch, 8. Januar 2014 )
 
< zurück   weiter >
Advertisement