| Multiple Diskriminierung |
| Montag, 5. Juli 2010 | |
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ENAR, das Europäische Netzwerk gegen Rassismus, fasst in einem Fact Sheet (Merkblatt/ Datenblatt) die Diskussion zu multipler Diskriminierung zusammen und weist auf nötige Verbesserungen des Rechtsrahmens hin: Jeder Mensch hat ein Geschlecht, ein (sich laufend änderndes) Alter, eine sexuelle Orientierung und eine gewisse ethnische Herkunft. Manche haben oder erwerben auch eine Religion oder Behinderung. Deshalb ist es nicht verwunderlich, dass sich Benachteiligungen nicht an die sieben Diskriminierungsgründe des EU-Rechts halten.
MULTIPLE DISKRIMINIERUNG. Was ist multiple Diskriminierung? Es gibt eine umfangreiche, vor allem englische, Literatur und Diskussion zum Thema, die auf Grund der unterschiedlichen Fächer (Jus, Ethnologie, Soziologie), methodischen Ansätze und Forschungsinteressen aber sehr unterschiedliche Definitionen und Begriffe verwendet. Der Fact Sheet nimmt eine Begriffsklärung vor:
Intersectional discrimination (intersektionelle Diskriminierung) ist gemeint, wenn zwei oder mehrere Gründe zu einer Diskriminierung führen, die bei Vorliegen nur eines Merkmals nicht geschehen würde. Multiplikationseffekt. Das Konzept der multiplen Diskriminierung zeigt klarer, wie sich bei Zugehörigkeit zu mehreren benachteiligten Gruppen ein Multiplikatoreffekt einstellen kann und dass gruppeninterne Diskriminierung dazu führen kann, dass Menschen, von Angehörigen einer Gruppe auf Grund anderer Merkmale benachteiligt werden. |
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| Letzte Aktualisierung ( Montag, 5. Juli 2010 ) |